18.11.2015

Schuldenaufnahme des Bundes - Renditen im negativen Bereich


"Deutscher Staat leiht sich zu Rekordniedrigzinsen Geld" heisst es heute in einer News von der DPA. Diese Meldung ist so bemerkenswert das ich es einfach mal auf diesem - Blog verewige. Ich hätte nicht gedacht, daß ich soetwas mal erleben darf. 

"Die deutsche Staat hat sich zu Rekordniedrigzinsen Geld geliehen. Die Bundesregierung habe Schulden in Höhe von knapp 4,1 Milliarden Euro bei zweijährigen Anleihen zu einer Rendite von minus 0,38 Prozent aufgenommen, teilte die Finanzagentur mit.


Das ist die niedrigste jemals erzielte Rendite bei Bundesschatzanweisungen. Es bedeutet, dass der Staat Zinsen für seine Schuldenaufnahme gezahlt bekommt, anstatt umgekehrt Zinsen zu bezahlen. "
http://www.onvista.de/news/deutscher-staat-leiht-sich-zu-rekordniedrigzinsen-geld-18508367

- Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Ich bin ca. 90% immer noch in Cash und habe kein Bedürfnis zu investieren bei den aktuellen Marktpreisen. Warte immer noch das etwas passiert. Schäfchen zählen, Geschäftsberichte lesen. Auf die nächste Rezession warten...
- Erfreut war ich, daß Buffett / Berkshire inzwischen ein Großaktionär bei Deere & Co ist (hatte ja vor einiger Zeit hier diese Idee gepostet)
- Meine Absicherung des Aktienanteils in VW Puts war so etwas wie das "Glück ist mit den Tüchtigen". Jetzt würde ich eher VW Kaufen (ich hab auch seit 3-5 Tagen einige VW Vorzüge im Depot)
- Öl und Rohstoffe waren eine Blase (rückblickend betrachtet), wenn ich mir die Charts anschaue und wieviel Milliarden und Abermilliarden abgeschrieben wurden in den letzten Quartalen kann man jetzt eher wieder einsteigen als aussteigen. Hab ich auch gemacht und zwar bequem über den IShares Ressources ETF (Rio Tinto, Glencore, BHP usw.), Kostenquote von 0,3% und man ist breit gemischt drin im Sektor. Wer noch nie eine Exxon, Chevron, Rosneft im Depot hatte kann sich jetzt ein paar Stücke reinlegen meiner Meinung. Das Öl auf 20 US Dollar je Barrel geht ist nicht auszuschliessen, und auch dann sind diese Unternehmen sicher keine Pleitekandidaten und werthaltiger als manch anderes Unternehmen an der Börse.
- wenig Zeit für den Blog, bin voll mit dem Leben und der Arbeit beschäftigt
- Das Immobilienprojekt wird langsam konkret und ich stell es dann in den Blog rein wenn es spruchreif its
- Die Idee mit den Weightwatchers war zu früh/zu spät..wie man es sehen will. Mal sehen was aus den anderen Tipps wird
- trotz Rekordniedrigzinsen ist das Tal glaub ich durchschritten. Wenn man in die USA blickt oder anderswo steigen die Zinsen, langsam, langsam und keiner merkt es
- Meine Prognose steht immer noch : in 10-15 Jahren haben wir in Deutschland eine sehr hohe Zahl von privaten Immopleiten. Zehntausende und Aberzehntausende Immobesitzer wird in der Anschlußfinanzierung (mit dann doppelt/dreifach so hohen Zinsen wie heute) die Luft ausgehen und man wird die Immobilie zwangsversteigern ... Den Banken wird es wieder dreckig gehen für ein paar Jahre usw.

30.06.2015

im still alive - im Westen nichts neues - Blase hier, Blase da

Servus liebe Valuefreunde, 

nach so langer Pause melde ich mich, für heute nur kurz und stichwortartig, zurück. Rechtschreibfehler könnt Ihr gerne behalten.  

Einige fragten in den Kommentarfeldern nach meiner Gesundheit. Es geht mir bestens, 42 Jahre und gesund. Was will man mehr. Frisch verliebt, beruflich ist alles in Butter (besser sein kann es immer, gell?! ;) .... ) und mein Kopf ist täglich immer wieder aufs neue voll von Business Ideen und der großen weiten Welt der Börse. 

Börse ist jeden Tag nach wie vor ein Thema (auch ohne darüber schreiben zu müssen), die letzten 2-3 Jahre muss man halt nicht viel schreiben, die echt billigen Aktien finde ich zumindest nicht mehr. Wir sollten es wie Buffett halten und unser Pulver trocken halten und die Scheinchen im Tresor jeden Monat einfach mehr werden lassen. Üben wir uns in der Kunst der Zurückhaltung, des Nichtkaufens und eisernen Sparen ... oder frei nach Charlie Munger : sitting on your ass & doin nothing is the hardest thing.

Ich habe heute und die letzte Woche genutzt und sitze jetzt auf um die 90-95% cash. Im fully flush now. And ready to wait, wait, wait ... 

In den letzten Monaten und Jahren ist viel passiert bei mir. Beruflich als auch privat. Eine Scheidung (Gottseidank kein Rosenkrieg) und hoffentlich die letzte (es war die erste), berufliche Veränderungen : angefangen von einem Burnout in ca. 2008/2009, hin zu einem normalen Angestelltenleben und dem wühlen im Karriererad, über dem "wieder" erklimmen von Führungsposition, in die "gewollte" Arbeitslosigkeit und Zwangspause, hin zu dem "gründen" von einem / zwei / drei neuen Businessideen & Unternehmen .... (z.B. wer einmal in München ist kann sich gerne bei www.leichter-umziehen.de ein Fahrzeug mieten ... )

Diese Empfehlung hatte ich ja auch schon vor 1-2 Jahren hier geäussert. Wenn Ihr eine Idee habt und Kapital gesucht. Noch nie habt Ihr Geld so hinterhergeschmissen bekommen wie heute. Geld ist, so ist es !, nichts mehr wert. Und diese Zeiten werden sich ändern. 

Es macht schon Spaß zu "gründen" und dafür kaum Geld zu zahlen ... wenn Ihr Eigenkapital sucht dann könnt Ihr Euch, hatte ich auch schon öfter gesagt hier, auch gerne melden : hartelrobert@gmail.com oder info@leichter-umziehen oder einkauf@bemi.de oder telefonisch 0176-99041290. Ich bin zu jeder Schandtat bereit. Wer Hilfe beim schreiben eines Businessplanes benötigt kanns ja auch mal versuchen. 

Zu der Immoblase 
heute aktuell aufgeschnappt - ein Artikel auf Reuters : 

Die maßgeblichen deutschen Stabilitätswächter sehen in den Niedrigzinsen ein höhere Risiko für das deutsche Finanzsystem als die Griechenland-Krise.
Insgesamt halten sie das deutsche Finanzsystem für "robust", wie der Ausschuss für Finanzstabilität am Dienstag befand. 

In dem Gremium sitzen führende Vertreter von Bundesfinanzministerium, Bundesbank und Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Die Stabilität des deutschen Finanzsystems wird nach dessen Einschätzung durch die jüngsten Ereignisse um Griechenland nur geringfügig bedroht. Wenn es um das Risiko geht, dann sei das Niedrigzinsumfeld gewichtiger. Die geringen Kreditkosten könnten das Schuldenmachen befeuern und zu gefährlichen Preisblasen am Immobilienmarkt führen.

Als Konsequenz aus diesen Gefahren schlug der Ausschuss, der erstmals vor zwei Jahren zusammentrat, zweierlei vor. Zum einen legte sein Mitglied, Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch den deutschen Banken und Versicherungen nahe, angesichts der vielfältigen Risiken "ausreichend Kapital" aufzubauen und gegebenenfalls Gewinne einzubehalten, um sich besser zu wappnen. 

weiteres siehe den Link 

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Meine Immobilie habe ich ja in 2012 erfolgreich verkauft. Rückblickend betrachtet vielleicht etwas zu früh. Wer Buffett kennt, kennt auch die Geschichte mit der "Taube in der Hand"... 

desweiteren wollte ich "Fakten" schaffen für meine private Investment Erfolgsrechnung in Sachen Immobiliengeschäften. Da ich in absehbarer Zeit wieder auf dem Immosektor "zuschlagen" werde und dann die Freunde hier aus dem Blog als Mitinvestoren einladen werde. 

Mal sehen wieviel Jahre ich brauche um die Geschichte  hier in den Grundzügen vorzustellen. Wer Lust hat mit mir gemeinsam zu investieren (es wird so sein wie bei Buffett, der Koch .. kocht wirklich selber, d.h. ich werde natürlich selber beteiligt sein) im Immobereich und den einen oder anderen Tausender "erübrigen" kann für ein paar Jahre ist herzlich willkommen. 

Auch die Bundesbank warnt immer deutlicher vor einer Blase. Ich sehe diese Blase in München bereits seit Jahren und inzwischen ist die Blase auch in vielen kleineren Ortschaften und Städten angekommen. Wer eine Immo hat und Sie vielleicht in 10 Jahren verkaufen will, sollte ernsthaft darüber nachdenken ob er seinen Verkauf nicht vorziehen sollte. Jede Blase ist gekracht, absolut jede und ohne Ausnahmen. So wird es auch dieser Blase ergehen. 

Ihr glaubt gar nicht wie schwer es ist, zu normalen Zeiten, eine Immobilie zu verkaufen wenn diese nicht wirklich gut ist ...
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Auf meiner To do Liste für die nächsten Beiträge hier im Blog :  

- die Aktienanalyse der Einzelhandelsunternehmen (kommt Sie noch ? Fragen über Fragen - ich weiss es nicht...) und natürlich weitere Aktienanalysen und Gedankengänge 
- Vorstellung der Investmentmöglichkeit Immobilien

Jungs. Haltet die Ohren steif. Bis bald. Wer in München ist und einen Tee trinken will, gimme a ring ... :)

Cheers. 
Robert

21.09.2014

Passives Einkommen - eine alternative Methode

Liebe Investmentkollegen,

ich gehe seit ein paar Wochen einer Nebentätigkeit nach und komme derzeit leider nicht dazu den Spirituosenvergleich abzuschließen. Damit es trotzdem was Neues gibt, hau ich auf der Geschäftsreise mal in die Tasten.


Gleich vorab: Der heutige Beitrag wird anders. Statt ein börsennotiertes Unternehmen, oder eine ganze Branche vorzustellen und anschließend unter die Lupe zu nehmen möchte ich heute ein anderes (leider nicht börsennotiertes Business) vorstellen und vor allem eure Meinung zur Seriösität, Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit des Geschäftsmodells erfahren.


Ich bin vor kurzem dort eingestiegen und würde gerne ein paar andere Ansichten kennenlernen, gerade im Hinblick zu o.g. Themen. Und wer wäre da besser geeignet als meine Investmentfreunde? Eben!

Wie gesagt ich bin selbst mit eingestiegen, möchte aber so gut es geht darauf verzichten hier Werbung zu machen. Ich schreibe hier einen Investmentartikel auf einem Investmentblog als Gastautor, nicht auf einer Produktwerbeseite. Daher werde ich den Namen der Company nicht nennen. Auf der anderen Seite bin ich von dem Produkt bzw. der Lösung, die die Company anbietet dermaßen überzeugt, dass es meine Mission ist jedem davon zu erzählen. Diejenigen, die mehr erfahren möchten will ich nicht vor den Kopf stoßen. Ihr könnt mich per Mail kontaktieren um weiter zu diskutieren. Auf dem Blog wird es nichts dazu geben. Soviel zur Transparents.

Das ist doch ein Investmentblog, warum wird hier ein Unternehmen behandelt, das nicht an der Börse gehandelt wird und sich in Privatbesitz befindet bzw. wie komme ich eigentlich auf die Idee etwas vorzustellen, das man nicht erwerben kann?

Das bringt mich auf eine andere Frage: Warum investieren wir überhaupt? Für jeden von uns trifft es wohl zu, dass wir uns einen Kapitalstock aufbauen und dadurch ein passives Einkommen generieren wollen. Für einen großen Teil von uns macht das analysieren, durchstöbern und lesen von Geschäftsberichten zudem Spass.

Das Unternehmen um das es geht ermöglicht es seinen Partnern ebenfalls ein passives Einkommen zu erzielen. Von dem her ist das soweit deckungsgleich mit unserm (Haupt-)ziel beim Investieren, es ist lediglich eine andere Form.

Das Problem

Wir leben heute in einer Welt, die sehr viel schneller geworden ist als es noch vor ein paar Generationen der Fall war. Kaum jemand hat heute noch Zeit. Wir greifen auf Convinience Produkte zurück statt uns natürlich zu ernähren. Der Stress hat die letzten Jahrzehnte deutlich zugenommen. Wir erkranken im Alter zunehmend statt gesund und vital alt zu werden. Wir sind so hoch entwickelt wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Wir haben Medikamente die uns heilen können, und das ist gut so! Medikamente nimmt man aber erst wenn die Krankheit bereits da ist, das ist also nur die zweit beste Lösung. Wirklich gesund ist es vorzubeugen. Viele Krankheiten würden erst gar nicht entstehen. Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit sind ernährungsbedingte Krankheiten, Krebs und Herzinfarkten kann ernährungsbedingt vorgebeugt bzw. das Risiko daran zu erkranken reduziert werden.  Bei vielem könnten wir es vermieden überhaupt erst krank zu werden, wenn wir uns nur darum kümmern würden bevor es passiert.

Die Company, um deren Geschäftsmodell es geht, bietet hier eine smarte, wissenschaftlich nachgewiesene Lösung an. Es geht dabei um folgendes: Wir essen deutlich zu viel Fleisch, Kohlenhydrate und im Gegenzug deutlich zu wenig Obst und Gemüse. Keine Angst: Ich möchte keinen hier zum Vegetarier machen, ich selbst liebe ein gutes Steak in der Pfanne:-) Sämtliche industrialisierten Länder haben deshalb eine 5 am Tag (teils sogar 8 – 13 am Tag) Kampagne gestartet. Hintergrund ist, dass seit der Steinzeit ca. ¾ unser Nahrung aus Obst und Gemüse bestand. Unser Körper ist genau darauf geeicht. Nicht umsonst hat Oma immer gesagt: Iss Obst und Gemüse, das ist gesund! Darin sind Vitamine, Mineralien und vor allem sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die im Zusammenspiel miteinander unsern Körper vor schädlichen  Einflüssen von außen durch z.B. freie Radikal, Schadstoffe etc. schützen.

Nur 5 mal eine Hand voll Obst und Gemüse, am besten alle Farben durch, schaffe ich zeitlich und aufwandsmäßig einfach nicht und dem Rest der Menschheit geht es ähnlich wie mir.

Die Lösung

Genau dort, am Zeit und  Aufwandsproblem, setzt die Lösung der Company an. Ausschließlich in den besten Anbaugebieten in Europa und Amerika werden 27 verschiedene Obst-, Gemüse- und Beerensorten angepflanzt und vollreif geerntet. Anschließend wird das Wasser und der Zucker entzogen. Was herauskommt ist ein Pulver. Die einzelnen Sorten werden miteinander vermischt und zur besseren Dosierung in Kapseln verpackt.

Branche und Zielgruppe

Wir haben erst das Jahr 2014, angesichts dessen ist es etwas früh zu sagen, der Gesundheit- und Wellnessmarkt wird der Markt des 21. Jahrhunderts. Aber meiner Einschätzung nach wird die Branche in diesem Jahrhundert eine der wachstumsstärksten werden.

Zielgruppe: Die komplette Menschheit. Meiner Meinung nach schafft es nur ein verschwindend geringer Teil der Menschheit sich so gesund zu ernähren, dass sie 5 Portionen am Tag schaffen. Nach eigenen Angaben der Company kennen nur 10% der Menschheit, diese Lösung. Das Potential ist also da. Bei meinen Gesprächen habe ich eher den Eindruck, dass in Deutschland nur 2-3% das kennen (ist allerdings meine nicht objektive Erfahrung).

Die Company

Leider im Privatbesitz, der Eigentümer und Firmengründer will nicht verkaufen (doof für mich als Investor, gut für mich als Partner der Firma).

Zudem schuldenfrei. Leider müssen nach amerikanischem Recht keine Bilanzen von Firmen im Privatbesitz veröffentlicht werden (nach meinen Recherchen, sollte ich mich irren bitte ich mir mitzuteilen wo man diese einsehen kann).

Nach eigenen Angaben macht die Company 10 Mrd.$ Umsatz/ Jahr mit einem Wachstum von ca. 10%/ Jahr über die letzten 40 Jahre.

Burggraben des Geschäftsmodells

Obst und Gemüse trocknen können vermutlich ein paar Unternehmen weltweit. Die Nährstoffe dabei zu erhalten schon schwieriger. Für ein Investment möchte ich aber nicht nur eine kleine Markteintrittsbarriere, sondern einen Burggraben ums Geschäftsmodell. Einige kurze Punkte hierzu:

  • Größter Anbieter für diese Lösung

  • Es existieren über 30 unabhängige Studien, die die Wirksamkeit des Produkts wissenschaftlich belegen, unter anderem von der Universität Yale und der Charitè Berlin.

  • Des weiteren wurden die Studien in unabhängigen Ärztejournalen veröffentlicht

  • Die Lösung ist natürlich, Vitamine zusammen mischen können viele, alle Substanzen aus Obst und Gemüse im Zusammenspiel in ein Produkt zu bekommen nur wenige

  • 14.000 Ärzte weltweit unterstützen die Lösung dieser Firma

  • Das Produkt wird seit 20 Jahren so hergestellt (und immer häufiger verkauft), also keine Eintagsfliege

  • Ich arbeite mit Ihnen zusammen (kleiner Scherz am Rande :-)

Das Geschäftsmodell – Teil 1

Einsteigen in das Geschäft ist nur als Franchisepartner möglich, als Eigentümer der Company geht es leider nicht. Die Franchisegebühr beträgt 100€/ Jahr.

Die Franchisepartner sind keine Verkäufer, lediglich eine Empfehlung machen wir. D.h. es ist kein Lager notwendig, es müssen keine Produkte vorfinanziert  und ausgeliefert werden. Die Rechnungsstellung und das Zahlungsausfallrisiko liegen bei der Company. Es existieren keine Umsatzvorgaben etc., es ist jedem selbst überlassen wie viel er macht. Auf der anderen Seite gibt es die Konsequenz von zu wenig Arbeit, aber damit muss man leben. Das Einzigste worauf der Franchisenehmer sich konzentriert ist es zu empfehlen.

Im Gegenzug schüttet die Company einen Teil des Umsatzes (zw. 10 – 20%) an den Franchisenehmer aus.

Wie lange muss man Obst und Gemüse zu sich nehmen? Ein Leben lang. Das geniale sind hierbei die Skaleneffekte, die z.B. auch bei Microsoft existieren. Da das Produkt aufgegessen wird muss es immer wieder neu ausgeliefert werden. Die Company schüttet die Umsatzbeteiligung jedes mal aus, wenn das Produkt wieder ausgeliefert wird. Im Idealfall erfolgt also auf eine einmalige Aktion eine lebenslange Reaktion.

Eine zusätzliche Sicherheit gibt mir, dass das Vertriebsmodell als faires Franchisemodell TÜV geprüft ist. Ich glaub als einzigstes seiner Art.

Eingestiegen bin ich vorerst nebenher. Die Sicherheit meiner normalen Arbeit benötige ich noch, bis das Business so läuft, dass ich allein davon leben kann. Das ist nicht von heute auf morgen zu schaffen. Aber mit Fleiß in ein paar Jahren.

Das Geschäftsmodell – Teil 2

Zusätzlich lässt sich das Einkommen durch den Aufbau eines Teams erhöhen. Die Anstrengung steigt natürlich, da man sich um sein Team kümmern muss. Im Gegenzug gewährt die Company demjenigen der das Team aufgebaut hat ca. 5% des Umsatzes den die Teammitglieder einfahren. Auch das ein Leben lang. Meine Teammitglieder und ich sitzen im selben Boot, machen diese mehr Umsatz erhalte ich mehr Vergütung. Ich bin also daran interessiert meine Leute erfolgreich zu machen. Meine Leute können sich ebenfalls ein Team aufbauen. Auch an diesen bin ich beteiligt, das ganze geht bis in die 5te Generation, danach wird gekappt, d.h. ab der 6 Generation bin ich nicht mehr beteiligt. Über die gesamte Kette wird also folgendes ausgeschüttet:

Person/ Generation    Ausschüttung

Ich                               (5% für Teamaufbau)

1. Generation             (5% für Teamaufbau)

2. Generation             (5% für Teamaufbau)

3. Generation             (5% für Teamaufbau)

4. Generation             (5% für Teamaufbau)

5. Generation             (10 – 20% für eigenen Kundenumsatz)

 Gesamt                        35 – 45% Ausschüttung

Das ist etwa so hoch wie das was bei der klassischen Vertriebsform an den Handel, Großhandel etc. geht. Von dem her auch wieder seriös.

Beim Aufbau eines Teams wirkt der Zinseszinseffekt. Angenommen mein Team besteht aus 5 Menschen, deren Teams ebenfalls wieder aus 5 Menschen besteht, dann sieht meine Organisation bis zur 5ten Generation folgendermaßen aus:

 

Generation     Anzahl

Ich                       1

1. Generation    5

2. Generation    25

3. Generation    125

4. Generation    625

5. Generation    3125

 Gesamt              3906

Als ich das sah dachte ich erst das gleiche was hier jetzt wohl viele denken. Ein Schneeballsystem, Bernie Maddoff lässt grüßen. Bei genauem Nachdenken komm ich aber auf ein anderes Ergebnis. Wenn nach der 5ten Generation gekappt wird bricht das System nicht zusammen. Der Umsatz stammt zum größten Teil von Leuten die nicht Franchisepartner sind, es wird also nur etwas ausgeschüttet, wenn auch etwas erwirtschaftet worden ist. Zudem ist das System TÜV zertifiziert. Seit wann würde der TÜV Schneeballsysteme zertifizieren? Für das Anmelden neuer Partner gibt es keine Provision, da ja auch nichts dadurch erwirtschaftet wird.

Selbst wenn das Ende des Wachstums erreicht sein sollte sehe ich hier ein stabiles System. Die letzten werden noch eine Hand voll Kunden finden (so wie die Bevölkerung wächst bzw. wie neue Menschen ins Leben kommen). Es wird sehr lang dauern bis deren Teams groß genug sind, um nur davon leben zu können. Aber selbst wenn nur eine Hand voll Kunden existiert werden diese Menschen ihre 500€ im Jahr, ohne dauernden Aufwand verdienen.

Das Produkt kostet 2,5€ am Tag für Beeren, Obst und Gemüse zusammen. Das Obst und das Gemüse zusammen ca. 1,7€.

Ich rechne konservativ mit 10 Kunden/ Teammitglied und 55€ Umsatz/ Kunde. Den Rest kann jeder selbst rechnen. Das ganze ist machbar, aber alles andere als ein Selbstläufer. Auch wird nicht jeder Partner wieder 5 Partner finden. Manchen wird es frühzeitig zu viel oder es reichen 500€ im Monat. Ohne viel Energie wird das nichts. Ebenso unseriös wäre es zu denken, dass man schnell reich wird. Das dauert wie beim Investieren einige Jahre, geht aber schneller.

Abschluss

Zum Produkt kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich nach ein paar Wochen spürte, dass mein Körper mehr Energie hat und ich weniger müde bin. Dazu kommt nochmal die Schutzwirkung, die langfristiger Natur ist.
Zudem habe ich keinen Boss, ich bin selbständig mit allen Konsequenzen, aber auch frei in allem was ich tue. Zum Produkt kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich nach ein paar Wochen spürte, dass mein Körper mehr Energie hat und ich weniger müde bin. Dazu kommt nochmal die Schutzwirkung, die langfristiger Natur ist.

Ich habe einige Wochen lang gesucht und gesucht. Ich konnte keinen Haken finden. Hat von euch einer eine Idee? Wie seriös und nachhaltig seht ihr das Geschäftsmodell? Hat jemand andere Ansichten zum Wachstum der Branche?
 
Für weitere Diskussionen rund um die Firma anbei meine Mailadresse
david(at)w3st-online.de

Valueer

 


 

29.06.2014

Kennzahlenvergleich Spirituosenhersteller (Teil 3)

Nachdem wir uns im 2ten Teil etwas näher mit den Unternehmen beschäftigt haben wird es diesmal Zeit uns die Zahlen anzusehen.  Mein Fokus liegt dabei auf folgenden Kriterien:

·         Umsatz

·         Gewinn

·         Gewinn/ Aktie (verwässert)

·         Dividende/ Aktie

·         Payout Ratio

·         Eigenkapitalrendite

·         Gesamtkapitalrendite

·         Eigenkapitalquote

·         Umsatzrendite

·         Verzinsung einbehaltener Gewinne

·         Verschuldung


Nun aber Endlich zum Hauptteil der Analyse.
 
Umsatz
 
Hier glänzt eindeutig Campari mit 102% Steigerung innerhalb von 10 Jahren (und ca. 8% jährlich), beim Umsatz machen sich die Zukäufe bemerkbar.
Brown-Forman schafft in derselben Zeit eine Steigerung von 87%, ThaiBev 73%.
Für Weltmarktführer Diageo schein es kein hohes Wachstum mehr zu geben. Magere 28,6% innerhalb von 10 Jahren. Das Jahr 2004 als Startjahr unseres Vergleichs ist dabei noch glücklich für Diageo. Der Umsatz im Jahr 2000 war bereits höher als 2013. Damals gehörten Burger King und Pillsbury (Knack&Back) noch zum Konzern. Wir werden beim Gewinn sehen, was der Verkauf letztlich gebracht hat (auch eine schöne Gelegenheit die Managementqualität zu testen).
Pernod-Ricard liegt bei 41%, allerdings innerhalb von 8 Jahren.
Rémy Cointreau schafft nur magere 34%.
 
 
Umsatz in Mio.
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
£8.891
$2.020
 
888,3 €
751 €
฿90.620
2005
£9.036
$2.227
 
733,7 €
810 €
฿92.378
2006
£7.260
$2.444
6.066 €
780,6 €
932 €
฿97.956
2007
£7.481
$2.806
6.443 €
785,9 €
958 €
฿105.497
2008
£8.090
$3.282
6.589 €
817,8 €
942 €
฿106.226
2009
£9.311
$3.192
7.203 €
710,4 €
1.008 €
฿108.247
2010
£9.780
$3.226
7.081 €
807,6 €
1.163 €
฿121.275
2011
£9.936
$3.404
7.643 €
907,8 €
1.274 €
฿132.985
2012
£10.762
$3.614
8.215 €
1.026,1 €
1.341 €
฿161.881
2013
£11.433
$3.784
8.575 €
1.193,3 €
1.524 €
฿156.893
Durchschnitt
£9.198
$3.000
7.227 €
865,2 €
1.070 €
฿117.396
 
 Gewinn
 
Gewinn ist nicht alles, aber das Hauptgrund weshalb wir investieren. Gerade bei Campari liegt meine Erwartung hoch, der Umsatz wurde verdoppelt, beim Gewinn erwarte ich noch etwas mehr. Ebenso von Diageo erwarte ich hier einiges, wenn das Unternehmen sich von Geschäftsteilen trennt, die vorher ertragsschwach bzw. verlustreich waren muss der Gewinn verbessert worden und die Profitabilität deutlich gestiegen sein.
Und so ist es auch, der Gewinn stieg um 78%, verglichen mit dem Jahr 2000 sogar um 154%. Mein erster Eindruck ist, dass der Verkauf damals die richtige Entscheidung war, der Preis zu dem verkauft wurde ist eine andere Sache. Aber aus strategischer Sicht handelte das Management völlig richtig.
Bei Campari enttäuscht die Entwicklung, gerade mal 54% Gewinnsteigerung bei Umsatzverdopplung, das würde man eher anders herum erwarten, zudem sank der Gewinn seit 2011 um 6%P.
Rémy weist eine robuste Steigerung von 70% auf, im Bezug zur Umsatzentwicklung ist das ganz ordentlich. Das Prognostizieren der Gewinne will ich gar nicht erst versuchen, sie schwanken zu extrem. Der Verlust 2007 stammt aus dem Verkauf der Marke Bols, sollte also einmalig sein, lässt aber keinen guten Eindruck auf das Management und die Bewertung in der Bilanz zurück. Die Marke stieß erst 2000 zum Konzern hinzu.
ThaiBev kann für die Jahre 2004 - 2010 trotz Umsatzsteigerung von 33% keinen höheren Gewinn ausweisen, Grund sind leicht gestiegene Ausgaben für Wareneinsatz und erheblich höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten. Seit 2010 scheint sich das auf höherem Niveau stabilisiert zu haben, sodass der Gewinn insgesamt im Vergleichszeitraum um 83% steigt.
Wie beim Umsatz gefällt mir auch beim Gewinn Brown-Forman. 132% Steigerung, dazu wird der Gewinn, bis auf 2012, langsam aber stetig gesteigert.
Auch Pernod-Ricard konnte diesen um 86% steigern, mehr als doppelt so viel wie den Umsatz.
Gewinn in Mio.
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
£1.392
$254
 
76,3 €
97 €
฿10.417
2005
£1.375
$308
 
49,8 €
118 €
฿10.409
2006
£1.908
$320
639 €
77,8 €
117 €
฿10.055
2007
£1.489
$389
831 €
-23,0 €
125 €
฿10.943
2008
£1.521
$440
840 €
98,4 €
127 €
฿10.606
2009
£1.621
$435
945 €
86,1 €
137 €
฿10.566
2010
£1.629
$449
951 €
86,3 €
156 €
฿10.612
2011
£1.900
$572
1.045 €
70,5 €
159 €
฿12.042
2012
£1.942
$513
1.146 €
110,8 €
157 €
฿28.493
2013
£2.485
$591
1.189 €
130,4 €
150 €
฿19.130
Durchschnitt
£1.812
$427
948 €
76,3 €
134 €
฿13.327
 
Gewinn/ Aktie, verwässert
 
Meine Erwartung ist folgende: Aus Aktionärssicht muss der Gewinn/ Aktie mindestens gleich gesteigert werden wie der gesamte Gewinn des Unternehmens. Was bringt es uns Aktionären, wenn der Gewinn wächst, er aber nicht bei uns ankommt, da sich das Management über Optionen etc. bereichert? Alles andere, als etwa gleiche Steigerung von Gesamtgewinn und Gewinn/ Aktie heißt flapsig gesagt „das Management zieht den Aktionär über den Tisch“ bzw. das Management arbeitet in erster Linie nicht für den Aktionär. Beim verwässerten Gewinn kann der Verwässerungseffekt natürlich eine Rolle spielen, dort muss dann ins Detail gegangen werden.
Bei Diageo steigt der Gewinn/ Aktie um 115%, hier wurden Aktien zurückgekauft. Brown-Forman 143% auch hier wurden Aktienrückkäufe getätigt, Rémy 65%.
Pernod möchte ich nicht beurteilen, die Finanzberichte sind zu französisch um sie tatsächlich durchzublicken.
Trauriges Beispiel ist Campari: Trotz Umsatzverdopplung wird der Gewinn nur um 54% gesteigert, der unverwässerte Gewinn/ Aktie sogar nur um 47%. Grund hierfür ist die Ausweitung der ausstehenden Aktien um 2,5% seit 2004. Das ist alles andere als aktionärsfreundlich.
Gewinn je Aktie, verwässert
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
£0,46
$1,13
 
1,65 €
0,17 €
฿0,47
2005
£0,46
$1,35
 
1,40 €
0,21 €
฿0,47
2006
£0,67
$1,71
 
1,16 €
0,21 €
฿0,42
2007
£0,55
$1,72
3,87 €
-1,46 €
0,22 €
฿0,42
2008
£0,59
$1,89
3,65 €
2,10 €
0,22 €
฿0,41
2009
£0,65
$1,91
3,99 €
1,83 €
0,24 €
฿0,42
2010
£0,66
$2,01
3,59 €
1,79 €
0,27 €
฿0,42
2011
£0,76
$2,60
3,94 €
1,43 €
0,27 €
฿0,48
2012
£0,77
$2,37
4,32 €
2,24 €
0,27 €
฿1,13
2013
£0,99
$2,75
4,46 €
2,66 €
0,25 €
฿0,76
Durchschnitt
£0,66
$1,94
3,97 €
1,48 €
0,23 €
฿0,54
 
Dividende
 
Die Steigerungen sehen folgendermaßen aus:
Diageo 67%, Brown-Forman 127%, Rémy 40%, Campari 60% und ThaiBev 100% (seit 2006 als erstmal eine Dividende gezahlt wurde), Pernod’s Dividenden schwanken extrem stark. Auch von Sonderdividenden konnte ich in den GB’s nichts finden.
Sonderdividenden finden bei der Betrachtung keine Berücksichtigung, sie würden den Vergleich zu stark verzerren. Der Vollständigkeit halber will ich sie aber erwähnen:
Brown-Forman: 2011 gab es 0,66$ und 2013 wurden 4,00$ ausgeschüttet.
Dividende je Aktie
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
 Rémy Cointreau
 Campari Group
 Thai Bev
2004
£0,28
$0,43
 
1,00 €
0,05 €
฿0,00
2005
£0,30
$0,49
 
1,00 €
0,05 €
฿0,00
2006
£0,31
$0,56
 
1,10 €
0,05 €
฿0,22
2007
£0,33
$0,63
2,52 €
1,20 €
0,06 €
฿0,29
2008
£0,34
$0,69
1,32 €
1,30 €
0,06 €
฿0,30
2009
£0,36
$0,75
0,50 €
1,30 €
0,06 €
฿0,33
2010
£0,38
$0,75
1,34 €
1,30 €
0,06 €
฿0,35
2011
£0,40
$0,83
1,44 €
1,30 €
0,07 €
฿0,37
2012
£0,44
$0,89
1,58 €
1,30 €
0,07 €
฿0,42
2013
£0,47
$0,98
1,64 €
1,40 €
0,08 €
฿0,44
Durchschnitt
£0,36
$0,70
1,48 €
1,22 €
0,06 €
฿0,27
 

Payoutratio
 
Der Vergleich zeigt, dass Diageo wohl Probleme hat das Geld ähnlich profitabel anzulegen und somit das meiste an die Aktionäre zurückgibt, die Ratio liegt bei 56%. Das ist in diesem Fall wohl die beste Entscheidung. Wesentlich schlimmer ist es, wenn dem Management mit steigendem Cash auch die Übernahmefantasien über den Kopf steigen (wir erinnern uns an die Telekom und das tolle US-Geschäft, dessen Kauf man kurz danach schon wieder bereut hat. Für solche Verschwendung gibt es hunderte Beispiele). Gut, dass es hier nicht so ist.
Campari macht wieder einmal einen schlechten Eindruck (ich glaub ich schieße mich so langsam ein:). An der Payoutratio kann ich an sich nichts kritisieren. Im Zusammenhang mit der Profitabilität und dem Gewinn allerdings schon. Das meiste Geld wird im Unternehmen behalten (ca. 75% des Gewinns). Sofern auch erst mal kein Problem. Wenn wir uns allerdings die Gewinnsteigerung nochmals vor Augen führen macht das Management folgendes: Das Geld, welches dem Aktionär gehört, wird zum größten Teil einbehalten und für Übernahmen ausgegeben, daher die hohe Umsatzsteigerung. Das ganze ist aber ohne Mehrwert, wenn durch die Übernahme nur Marken gekauft werden, die bei weitem weniger abwerfen als das Kerngeschäft. Hier wird dem Aktionär ein Bärendienst getan. Das Beste wäre es sich auf Kernmarken zu konzentrieren und den Überschuss dem Aktionär zurückzugeben (als Dividende oder besser in Form von Aktienrückkäufen).
Zu den anderen Unternehmen muss ich groß nichts sagen. Die Quote bei ThaiBev und bei Rémy ist schon extrem hoch, das Geld wird offensichtlich nicht gebraucht. Pernod und Brown-Forman zahlen ca. 1/3 des Gewinns aus, der Rest wird reinvestiert. 
 
Payout ratio
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
60,9%
38,1%
 
60,6%
29,4%
0,0%
2005
65,2%
36,3%
 
71,4%
23,8%
0,0%
2006
46,3%
32,7%
 
94,8%
23,8%
52,4%
2007
60,0%
36,6%
65,1%
82,2%
25,0%
69,0%
2008
57,6%
36,5%
36,2%
61,9%
25,0%
73,2%
2009
55,4%
39,3%
12,5%
71,0%
25,0%
78,6%
2010
57,6%
37,3%
37,3%
72,6%
22,2%
83,3%
2011
52,6%
31,9%
36,5%
90,9%
25,9%
77,1%
2012
57,1%
37,6%
36,6%
58,0%
25,9%
37,2%
2013
47,5%
35,6%
36,8%
52,6%
32,0%
57,9%
Durchschnitt
56,0%
36,2%
37,3%
71,6%
25,8%
66,1%
 
 Eigenkapitalrendite
 
Eindeutig die beste Rendite erzielt Branchenprimus Diageo mit 39,6% im Schnitt (das ist fast so hoch wie der Alkoholgehalt ihrer Getränke :-). Ich würde wegen der zuletzt gesteigerten Eigenkapitalquote aber eher vom Schnitt der letzten 3 Jahre für die Zukunft ausgehen. Doch selbst 35% sind eine traumhafte Rendite. Dem Management muss man auch hier wieder ein Lob aussprechen. Vor den Verkäufen von Burger King und Pillsbury lag die Rendite im Bereich von knapp über 20% - 26%.
Mit einigem Abstand, aber ebenfalls sehr profitabel, folgen Brown-Forman (25,5%) und ThaiBev (23,2%).
Bei Campari sieht man die schleichende Verschlechterung des Geschäfts. Die Rendite sinkt von ordentlichen 15,5% im Jahr 2004 auf nun 10,8%. Dem Wachstum wird offensichtlich alles geopfert. 
Abgeschlagen zeigen sich unsere Franzosen (ich weiß das ist pauschalisierend, ist aber so) Pernod (11,6%) und Rémy (7,9%).
Eigenkapitalrendite
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
37,7%
23,8%
 
9,3%
15,5%
31,2%
2005
37,8%
23,5%
 
5,7%
17,0%
33,2%
2006
42,4%
20,5%
11,2%
8,5%
14,7%
19,1%
2007
37,5%
24,7%
13,2%
-2,7%
14,3%
19,9%
2008
43,5%
25,5%
13,1%
10,8%
13,3%
19,6%
2009
50,3%
24,0%
12,7%
8,9%
13,1%
18,7%
2010
40,7%
23,7%
10,4%
8,5%
12,5%
18,7%
2011
36,2%
27,8%
11,3%
6,6%
11,7%
19,0%
2012
34,8%
24,8%
10,6%
11,4%
11,0%
33,5%
2013
35,3%
36,3%
10,6%
11,9%
10,8%
19,5%
Durchschnitt
39,6%
25,5%
11,6%
7,9%
13,4%
23,2%
 

Gesamtkapitalrendite
 
Hier zeigt sich an etwas anderes Bild. Der Spitzenreiter heißt nicht Diageo (10%), sondern Borwn-Forman (13%), gerade die Entwicklung geht bei Brown in die richtige Richtung. Sie wurde von 10,9 auf 16,3% gesteigert.
Sogar ThaiBev (10,4%) schneidet besser ab als Diageo, bei denen die Entwicklung die letzten Jahre in die falsche Richtung verläuft.
Campari (6,2%) verliert schleichend an Rendite. Hier sollte eher von den letzten Jahren in der Auflistung ausgegangen werden. Die letzten paar Jahre liegt Campari sogar hinter Pernod (4,0%) und Rémy (3,4%), das seine Ergebnisse zuletzt steigern konnten.
Gesamtkapitalrendite
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
9,9%
10,9%
 
3,1%
7,2%
11,7%
2005
10,4%
11,7%
 
2,1%
7,4%
12,8%
2006
13,7%
11,7%
3,2%
3,3%
6,8%
11,8%
2007
10,7%
11,0%
4,3%
-1,0%
7,3%
13,8%
2008
9,5%
12,9%
4,6%
4,5%
7,0%
13,3%
2009
9,0%
12,5%
3,8%
3,7%
5,8%
13,7%
2010
8,4%
13,3%
3,5%
3,7%
5,9%
13,8%
2011
9,6%
15,4%
4,1%
3,2%
5,5%
12,1%
2012
8,7%
14,8%
4,0%
5,6%
4,6%
13,7%
2013
9,9%
16,3%
4,3%
5,8%
4,6%
10,4%
Durchschnitt
10,0%
13,0%
4,0%
3,4%
6,2%
12,7%
 
Eigenkapitalquote
 
Und wieder zeigt sich ein trauriges Bild bei Campari. Ich muss die Eigenkapitalrendite von nur noch 10,8% aus 2013 nochmals in Erinnerung rufen. Bei der stetigen Verringerung der Eigenkapitalquote (2004 – 71,9 auf 2013 – 42,3) sollte sich die Eigenkapitalrendite enorm erhöht haben, sofern das Geschäft unverändert weiterläuft. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Die hohen Eigenkapitalrenditen von Diageo sind stark durch die niedrige Eigenkapitalquote (25,4) zustande gekommen. Die Quote ist niedrig, allerdings mit Blick auf den Cashflow keine Bedrohung. Für mich als konservativen Valueanleger sind mir Unternehmen mit hoher Quote aber lieber. Positiv zu beurteilen ist die Erhöhung seit 2010 auf aktuell 28,1, auch wenn die Profitabilität etwas zurückging.
Deutlich lieber ist mir da Brown-Forman (51,6), und das bei der nach Diageo höchsten Eigenkapitalrendite im Vergleich.
Rémy’s Quote (42,6) ist ganz in Ordnung, ebenso wie die von Pernod (35,1), beide Unternehmen haben diese zuletzt erhöht.
Die Zahlen von ThaiBev schwanken mir zu stark als das ich sie glauben möchte, ich verstehe sie jedenfalls nicht wirklich und möchte mir auch nicht die Mühe machen die Bilanzen von ThaiBev einzeln durchzugehen. Ich lasse sie mal unkommentiert stehen.
Eigenkapitalquote
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
26,2
45,7
 
38,4
71,9
37,4
2005
27,4
49,9
 
36,1
65,2
38,6
2006
32,3
57,3
 
38,8
67,8
61,4
2007
28,5
44,3
32,3
38,7
51,3
69,1
2008
21,8
50,7
34,8
42,2
52,9
67,5
2009
17,8
52,3
29,9
41,9
43,9
73,2
2010
20,6
56,0
33,7
43,9
47,2
73,8
2011
26,5
55,5
36,1
48,5
47,0
63,5
2012
25,0
59,5
38,1
49,0
41,9
40,9
2013
28,1
44,9
40,7
48,2
42,3
53,5
Durchschnitt
25,4
51,6
35,1
42,6
53,1
57,9
 

 
 
 
Ein anderer wichtiger Aspekt, der mir nach Diskussion nochmals deutlicher wurde, liegt in der Verschuldung. Aktuell sind die Zinsen sehr niedrig (um nicht zu sagen manipuliert). Unternehmen mit hoher Verschuldung zahlen derzeit Mini-Zinsen. Selbst Schuldner schlechter Bonität können sich zur Zeit für 7 – 8% verschulden (siehe Mittelstandanleihen, früher nannte man das Junk-Bond und der Zins lag bei 15 – 19%. Ratet mal warum die Banken diesen Unternehmen den Kredit nicht selbst gewähren, wenn sie dafür 7-8% Zinsen verlangen können? Stattdessen reichen sie ihn an die Kapitalmärkte weiter). Was aber passiert, wenn die Zinsen wieder normale Niveaus erreichen? Ich denke nicht, dass die nächsten 3 – 5 Jahre groß etwas passiert, dazu erscheint mir die Lager zu instabil. Aber deutliche Zinserhöhungen werden kommen.
In einem solchen Szenario werden Unternehmen mit hoher Verschuldung Probleme bekommen. Hochprofitable Unternehmen wie eine Diageo werden nicht untergehen, aber die Profitabilität wird zwangsläufig zurückgehen. Kann das ganze nicht mit Umsatzsteigerungen aufgefangen werden muss theoretisch der Aktienkurs sinken.
 

Umsatzrendite
 
Und nun sehen wir was bezogen auf den Umsatz wirklich hängen bleibt. Und damit auch wie viel Spielraum die Unternehmen haben:
Eindeutiger Spitzenreiter ist mal wieder Diageo, 18,9% Umsatzrendite grenzen fast an Piraterie :-) Was ich bei meinem Whisky sparen könnte… Aus Investorensicht aber ein hervorragendes Ergebnis.  Auch bei dieser Kennzahl zeigt sich der Verkauf von Unternehmensanteilen. 2000 standen „nur“ ca. 8% zu buche.
Zu dem „Rest“ klafft schon eine kleine Lücke.
Pernod (13,4) liegt fast mit Brown-Forman gleichauf (13,6) gefolgt von ThaiBev (11,1)
Hier zeigt sich Campari auf etwa demselben Niveau wie das Mittelfeld.
Schlusslicht ist Rémy (8,7%), wobei der Trend nach oben geht, aber auch hier schwanken die Ergebnisse stark.
 
Umsatzrendite
Jahr\ Unternehmen
Diageo
Brown-Forman
Pernod-Ricard
Rémy Cointreau
Campari Group
Thai Bev
2004
15,6%
10,0%
 
8,6%
12,9%
11,5%
2005
15,2%
11,3%
 
6,7%
14,6%
11,3%
2006
26,3%
13,1%
 
10,0%
12,6%
10,3%
2007
19,9%
13,9%
12,9%
-2,9%
13,1%
10,4%
2008
18,8%
13,4%
12,8%
12,0%
13,4%
10,0%
2009
17,4%
13,6%
13,1%
12,1%
13,6%
9,8%
2010
16,7%
13,9%
13,4%
10,7%
13,4%
8,7%
2011
19,1%
16,8%
13,7%
7,8%
12,5%
9,1%
2012
18,0%
14,2%
14,0%
10,8%
11,7%
17,6%
2013
21,7%
15,6%
13,9%
10,9%
9,9%
12,1%
Durchschnitt
18,9%
13,6%
13,4%
8,7%
12,8%
11,1%


 
Insgesamt lässt sich sagen, dass in der Spirituosenbranche deutlich höhere Margen und Umsatzrenditen drin sind als generell im Lebensmittelbereich. Eine Nestlé schafft es Umsatzrenditen von ca. 9 – 12 % zu erwirtschaften.
 
 
Verzinsung der einbehaltenen Gewinne
 
Zugegeben diesen Test sieht man in Blogs  so gut wie nie, doch auch Buffett wendet ihn an. Dabei geht es darum, dass die Gewinne, die das Unternehmen einbehält angemessen verzinst werden. Sollte dies nicht der Fall sein wäre es besser es den Aktionären über Aktienrückkäufe oder Dividenden zurückzugeben. Der Test ist auch geeignet um einen Eindruck zu erhalten wie sehr sich das Management den Aktionären verpflichtet fühlt und in deren Sinne handelt, in dem es Mehrwert für den Aktionär generiert.
Der Test funktioniert sehr gut bei Unternehmen, deren Gewinne kontinuierlich wachsen und nicht schwanken, bei zyklischen Unternehmen wird der Test nichts bringen bzw. die Ergebnisse verzerren.
Ich hatte anfangs auch meine Mühe damit und möchte kurz ein Beispiel dazu geben, dann sollte es klarer werden. Alle Daten bezogen auf eine Aktie:
Der Gewinn von Diageo 2004 betrug £0,46. Die kumulierten Gewinne von 2004 – 2013 betrugen £6,56. Im gleichen Zeitraum wurden Gewinne in Form von Dividenden in Höhe von £3,61 ausgeschüttet. Es wurden also £2,95 Gewinn einbehalten (£6,56 - £3,61 = £2,95). 2013 konnten £0,99 Gewinn verbucht werden. D.h. durch die Verzinsung der einbehaltenen Gewinne entstand ein zusätzlicher Gewinn von £0,53 (£0,99 – £0,46 = £0,53).
Da der zusätzliche Gewinn nur durch die Verzinsung einbehaltener Gewinne (Reinvestierung & Aktienrückkäufe) stammt lässt sich die Rendite, die durch den Zusatzgewinn erziel werden leicht berechnen (Zusatzgewinn/ einbehaltene Gewinne x 100 = Rendite auf einbehaltene Gewinne). Oder in unserem Beispielfall 0,53/ 2,95 x 100 = 17,9% Rendite auf einbehaltene Gewinne. Also ganz ordentlich.


Verzinsung der einbehaltenen Gewinne

 

Diageo

Brown-Forman

Pernod-Ricard

Rémy Cointreau

Campari Group

Thai Bev

Einbehaltene Gewinne gesamt

 

£2,95

 

$7,44

 

17,70 €

 

2,60 €

 

1,73 €

 

฿2,68

Zusatzertrag

£0,53

$1,62

0,59 €

1,01 €

0,08 €

฿0,29

Rendite auf einbehaltene Gewinne

 

17,97%

 

21,77%

 

3,33%

 

38,85%

 

4,62%

 

10,82%
 Die Zahlen von Rémy eignen sich nicht zum Vergleich, dafür ist der Gewinn zu stark schwankend, ansonsten aber super Ergebnis.
Die Angaben erscheinen, mit den Dividenden verglichen, widersprüchlich. Grund hierfür ist, dass ich Sonderdividenden in der Kennzahl Dividende/ Aktie nicht berücksichtigt habe. In dieser Betrachtung hingegen muss ich es.
Im nächsten und letzten Teil geht es mit der Verschuldung der Unternehmen, einem Versuch die fairen Werte zu bestimmen und meinem Fazit weiter. Dies wird allerdings 2 - 3 Wochen dauern. Nächstes WE geht's erstmal zum Strongmanrun nach Österreich :-)